KBHT Thema

Bundesregierung beschließt Reform des Erbschaft- und Schenkungsteuerrechts

Das Bundeskabinett hat am 8. Juli 2015 einen Gesetzentwurf zur Anpassung des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes an die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts beschlossen.

Hintergrund:
Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hatte in seinem Urteil vom 17. Dezember 2014 die bestehenden Verschonungsregelungen für betriebliches Vermögen zwar grundsätzlich für geeignet und erforderlich gehalten, um Unternehmen in ihrem Bestand zu sichern und Arbeitsplätze zu erhalten. Das Gericht hielt die Ausgestaltung der Verschonungsregelungen jedoch teilweise mit dem Grundgesetz für unvereinbar.

Der Gesetzgeber hat sich nun für einen „minimalinvasiven“ Eingriff in das bestehende Regelungssystem der Erbschaft- und Schenkungsteuer entschieden und den Schwerpunkt auf eine verfassungsgemäße Ausgestaltung der Verschonung betrieblichen Vermögens gelegt.

Tatsächlich ist der Entwurf eine deutliche Verschärfung gegenüber den bisher diskutierten Maßnahmen.

Zusammenfassend handelt es sich um folgende Neuregelungen:

1. Positivdefinition begünstigten Betriebsvermögens
Das bisherige Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht sieht eine Verschonung vor, wenn das Betriebsvermögen einen sog. Verwaltungsvermögensanteil von bis zu 50 % erreicht. Dies wurde vom Bundesverfassungsgericht als unverhältnismäßig eingestuft.

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass zukünftig nur das begünstigte Vermögen verschont werden kann. Dieses wird nun positiv definiert. Begünstigt sein soll dann Vermögen, das überwiegend seinem Hauptzweck nach einer gewerblichen, freiberuflichen oder land- und forstwirtschaftlichen Tätigkeit dient.

Die Abgrenzung des begünstigten Vermögens nach dem Hauptzweck soll die vom Bundesverfassungsgericht kritisierten missbräuchlichen Gestaltungen verhindern. In mehrstufigen Unternehmensstrukturen mit Beteiligungsgesellschaften wird das begünstigte Vermögen aufgrund einer konsolidierten Betrachtung ermittelt. Ein Ausnutzen eines Verwaltungsvermögensanteils von 50 % auf jeder Stufe der Beteiligungsebenen, wie es das geltende Recht zulässt (sog. Kaskadeneffekte in Beteiligungsgesellschaften), soll danach nicht mehr möglich sein.

2. Weiterhin geltende Verschonungsregeln
Wie im bisher geltenden Recht wird das begünstigte Vermögen nach Wahl des Erwerbers zu 85 % oder zu 100 % von der Erbschaft- und Schenkungsteuer befreit, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

Für eine Verschonung von 85 % muss der Betrieb mindestens fünf Jahre fortgeführt werden (Behaltefrist). Zudem darf die Lohnsumme innerhalb von fünf Jahren nach dem Erwerb insgesamt 400 % der Ausgangslohnsumme nicht unterschreiten (Lohnsummenregelung).

Für eine vollständige Befreiung von der Erbschaftsteuer muss der Erwerber eine Behaltefrist von sieben Jahren einhalten und nachweisen, dass er insgesamt die Lohnsumme von 700 % im Zeitraum von sieben Jahren nicht unterschreitet (Lohnsummenregelung).

3. Zusätzliche Regeln für kleine Unternehmen
Betriebe mit bis zu 20 Beschäftigten waren bislang von den Lohnsummenregelungen pauschal ausgenommen. Dies hatte das Bundesverfassungsgericht kritisiert. Der Gesetzentwurf sieht nun vor, dass auch kleinere Unternehmen einbezogen werden. Die Anforderungen werden dabei an die Zahl der Beschäftigten geknüpft.

  • Nur noch bei Unternehmen mit bis zu drei Beschäftigten wird auf die Prüfung der Lohnsummenregelung verzichtet.
  • Bei Unternehmen mit vier bis zehn Beschäftigten gilt, dass bei einer Behaltensfrist von mindestens fünf Jahren die Lohnsumme 250 % der Ausgangslohnsumme nicht unterschreiten darf. Bei einer Behaltensfrist von mindestens sieben Jahren darf die Lohnsumme 500 % nicht unterschreiten.
  • Bei Unternehmen mit elf bis 15 Beschäftigten gilt, dass bei einer Behaltensfrist von mindestens fünf Jahren die Lohnsumme 300 % der Ausgangslohnsumme nicht unterschreiten darf. Bei einer Behaltensfrist von mindestens sieben Jahren darf die Lohnsumme 565 % nicht unterschreiten.

Beschäftigte in Mutterschutz oder Elternzeit, Langzeiterkrankte und Auszubildende bleiben außen vor.

4. Einschränkungen für große Betriebsvermögen
Nach dem derzeitigen Recht gelten die weitgehenden Verschonungsregeln auch bei der Übertragung von großem und sehr großem Betriebsvermögen. Dies hatte das Bundesverfassungsgericht beanstandet und eine Bedürftigkeitsprüfung gefordert.

Beim Erwerb großer Unternehmensvermögen soll nun ein Wahlrecht zwischen einer Verschonungsbedarfsprüfung oder einem besonderen Verschonungsabschlag eingeräumt werden. Als „groß“ in diesem Sinne gelten nunmehr Unternehmensvermögen mit einem Wert von über 26 Mio. EUR (Prüfschwelle). In Einzelkonstellationen, wie etwa strikter Entnahmebeschränkungen in Familienunternehmen, kann der doppelte Betrag maßgeblich sein.

Bei begünstigten Vermögen von über 26 Mio. Euro bzw. 52 Mio. Euro kann sich der Erwerber für ein Verschonungsabschmelzmodell entscheiden. Bei Einhaltung der Behaltefristen und Lohnsummenregelungen wird weiterhin eine anteilige Verschonung gewährt. Diese wird allerdings mit zunehmendem Vermögen schrittweise verringert („Gleitzone“).
Die Verschonungsabschläge von 85 % bzw. 100 % sinken bei Betriebsvermögen oberhalb von 26 Mio. EUR je zusätzlichem 1,5 Mio. Euro-Wert um jeweils ein Prozent. Übersteigt das begünstigte Vermögen einen Wert von 116 Mio. EUR gilt als Minimum ein einheitlicher Verschonungsabschlag von 20 % (Haltefrist fünf Jahre) bzw. von 35 % (Haltefrist sieben Jahre).

Alternativ kann der Erwerber begünstigen (Groß-) Vermögens die Verschonungsbedarfsprüfung wählen. Er muss sodann dem Finanzamt nachweisen, dass er persönlich nicht in der Lage ist, die Steuerschuld aus sonstigem nichtbetrieblichen Vermögen zu begleichen. Genügt das halbe sonstige Vermögen nicht, um die Erbschaft- oder Schenkungsteuer zu begleichen, kann die Steuer insoweit erlassen werden. Auch hier sind Behaltefrist und Lohnsummenregelung zu beachten. Praktisch könnte die erforderliche umfassende Bewertung und Offenlegung des Gesamtvermögens schwierig umzusetzen sein.

Für Härtefälle werden zudem Stundungsregelungen für die Erbschaft-/Schenkungsteuern auf begünstigtes Betriebsvermögen vorgesehen. Diese sollen vermeiden, dass zur Begleichung der Steuerschuld der Erbe/Beschenkte einen Kredit aufnehmen oder verfügbares Vermögen übereilt veräußern müsste.

5. Inkrafttreten und Handlungsempfehlung
Das Gesetz soll am Tag nach der Verkündung – vermutlich im Spätsommer – in Kraft treten. Das heißt, es ist bislang keine rückwirkende Anwendung der Neuregelungen vorgesehen.

Als interessante Entwicklung bleibt zu beobachten, ob nach der parlamentarischen Sommerpause eine Anpassung des erbschaftsteuerlichen vereinfachten Ertragswertverfahrens erfolgt. Das bisherige Verfahren führt, bedingt durch das aktuell geringe Zinsniveau, häufig zu überhöhten Werten.

Die Neuregelungen können in Einzelfällen erhebliche Steuererhöhungen nach sich ziehen. KBHT empfiehlt daher allen Unternehmern, die zu Lebzeiten eine Übertragung von Betriebsvermögen auf einen oder mehrere Nachfolger in Betracht ziehen, eine Prüfung zu veranlassen, ob die bisherige Rechtslage zu einem günstigeren Ergebnis führt. Ist dies der Fall, sollte eine zeitnahe Umsetzung erwogen werden. Gerne stehen Ihnen unsere erfahrenen Experten unterstützend zur Seite.

Wir bieten neuen Mandanten ein kostenloses, unverbindliches Erstgespräch an. Bitte wenden Sie sich zu diesem Thema persönlich an:

Michael Kalus, WP/StB
Tel. + 49 (0) 2131 / 92 43 - 0
Michael.Kalus@kbht.de

 

Dr. Martin Heyes, StB
Tel +49 (0) 2131 / 92 43 - 0
Martin.Heyes@kbht.de

„Große Gefahr in Verzug für Teile der Baubranche.“

Die Finanzämter wenden sich derzeit intensiv mit Umsatzsteuer-Sonderprüfungen allen Bauunternehmen und Handwerksbetrieben zu, die in den vergangenen Jahren Leistungen für Bauträger erbracht haben. Ziel der Bemühungen ist es, rückwirkend Umsatzsteuer auf sämtliche dieser Leistungen nachzufordern. „Das ist in Teilen existenzbedrohend“, weiß Michael Kalus, der das aktuelle Vorgehen der Finanzämter beobachtet. Der Partner der Neusser Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs-gesellschaft KBHT Kalus + Hilger warnt die betroffenen Betriebe eindringlich davor, jetzt keine Fehler zu machen. „Es ist große Gefahr in Verzug für Teile der Baubranche. Es geht insgesamt um rund 4 Mrd. Euro. Aber es gibt Mittel und Wege, diese Gefahr abzuwehren oder zumindest abzuschwächen.“   

Hintergrund der Finanzamt-Aktivitäten ist laut Kalus die Änderung des Umsatzsteuergesetzes Mitte des vergangenen Jahres. Diese war erforderlich geworden,  weil der Bundesfinanzhof (BFH) zuvor entschieden hatte, dass Bauleistungen, die gegenüber Bauträgern erbracht werden, grundsätzlich zuzüglich Umsatzsteuern zu berechnen seien. Damit widersprach der BFH den Finanzämtern, die bis dato den entsprechenden §13b Umsatzsteuergesetz (UStG) anders interpretiert hatten. Dieser §13b war eingeführt worden, um den kriminellen Missbrauch von Umsatzsteuerrückerstattungen einzudämmen (sogenannte Karussellgeschäfte), indem per Sonderregelung u.a. für die Baubranche nicht mehr jeder beteiligte Vorlieferant – zum Beispiel Handwerksbetriebe – Umsatzsteuer berechnen durften, sondern nur noch der letzte Auftragnehmer, zum Beispiel ein Generalunternehmer. Der BFH meinte nun, dass ein Bauträger kein Letztauftragnehmer sei, sondern der Bauherr selber, und für diesen Fall gelte der §13b UStG nicht.   

Die Folge: Die Bauträger können jetzt von den Finanzämtern die für die Vorlieferanten mitgezahlten Umsatzsteuer samt Zinsen zurückfordern – laut Kalus tun sie dies bereits mit Erfolg. Umgekehrt will sich das Finanzamt diese Gelder nun bei den Bauunternehmen und Handwerksbetrieben zurückholen. „Die Betroffenen können das Geld zwar anschließend von den Bauträgern zurückfordern“, so Kalus. „Aber an dieser Stelle lauern bereits die ersten Gefahren.“ Beispiele:

  • Der Anspruch gegenüber dem Bauträger könnte bereits verjährt sein (regelmäßig bei Leistungen vor dem 31.12.2011).
  • Der Bauträger rechnet mit Gegenforderungen auf, z. B. mit einer Mängelbeseitigung.
  • Der Bauträger verweist darauf, dass der Betroffene der Finanzamtsforderung widersprechen kann, da gemäß § 176 Abgabenordnung eine rückwirkende Steueränderung nicht zulässig ist und der Betroffene daher auch keinen Anspruch gegenüber dem Bauträger habe.
  • Der im Werkvertrag vereinbarte Preis könnte als sogenannte Bruttoabrede gewertet werden, so dass eine nachträgliche Erhöhung um die Umsatzsteuer nicht möglich wäre.

Die Finanzämter bieten den betroffenen Bauunternehmen und Handwerksbetrieben derzeit an, die Forderung gegenüber dem Bauträger an das Finanzamt abzutreten. „Das ist auf den ersten Blick ein verlockend freundliches Angebot. Aber Achtung: Hier lauern noch größere Gefahren“, warnt Kalus. „Denn wenn das Finanzamt die Forderungen nicht erfolgreich eintreiben kann oder gar Verjährung eingetreten ist, oder wenn der Betroffene aufgrund seines Werkvertrages mit dem Bauträger gar nicht abtreten darf, liegt der Ball wieder in seinem Feld, und das dann womöglich zu einem Zeitpunkt, zu dem die zwischenzeitlich erlassenen korrigierten Steuerbescheide rechtskräftig geworden sind.“

Kalus sieht als einziges Mittel der Gefahrenabwehr ein entschiedenes rechtliches Vorgehen gegen die vom Finanzamt korrigierten Umsatzsteuerbescheide. Zudem empfiehlt Kalus den betroffenen Bauunternehmen und Handwerksbetrieben, sich wegen der Komplexität des Themas an erfahrene Steuerspezialisten zu wenden. „KBHT kämpft hier bereits die ersten Fälle von betroffenen Mandanten durch. Auch Nicht-Mandanten wenden sich zunehmend an uns, denn es geht hier nicht ums Tagesgeschäft. Es geht im Kern um verfassungsrechtliche Fragestellungen.“

 

Sprechen Sie uns an:

Michael Kalus, WP/StB
Tel. + 49 (0) 2131 / 92 43 - 0
Michael.Kalus@kbht.de

 

Dr. Martin Heyes, StB
Tel +49 (0) 2131 / 92 43 - 38
Martin.Heyes@kbht.de



*) 60 führende Partner = 50 führende Unternehmen + 10 führende Netzwerke
© luenendonk-shop.de

KBHT gehört zu den Top-50-Kanzleien in Deutschland

Die Neusser Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft KBHT ist von dem Beratungsunternehmen Lünendonk erneut in die Riege der Top-50-Kanzleien in Deutschland aufgenommen worden. Die renommierte und als kompetenter Branchenreport geschätzte „Lünendonk-Liste“ wird nun erstmals auch in Buchform unter dem Titel „Handbuch Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung 2015“ veröffentlicht.

KBHT-Partner Michael Kalus wertet  es „fast schon wie eine Art Ritterschlag“, bei Lünendonk in den Top-50 gelistet zu werden. „Wir  befinden uns hier in allerbester Gesellschaft. Dies ist für uns eine zusätzliche Bestätigung, dass wir uns mit unserem anspruchsvollen Qualitäts- und Wachstumskurs nicht nur bei unseren Mandanten, sondern auch allgemein in unserer Branche einen guten Namen gemacht haben.“  Dies gelte auch und gerade mit Blick in die Zukunft. „Das Handbuch beschreibt zutreffend die Veränderungen, auf die wir  Wirtschaftsprüfer und Steuerberater uns in Deutschland einrichten müssen  - allem voran Globalisierung, Digitalisierung, Volatilität der Märkte und schlankere Prüfungsprozesse bei gleichbleibender Qualität.  Auf diese Herausforderungen sind wir KBHT in jeder Hinsicht vorbereitet.“

Lünendonk gibt seit mehr als 30 Jahren die als Marktbarometer geltenden „Lünendonk-Listen“ für verschiedene Dienstleistungssparten heraus, seit nunmehr zehn Jahren auch für die Wirtschaftsprüfer- und Steuerberater-Branche.  Das jetzt im Haufe-Verlag erschienene „Handbuch Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung 2015“ bietet auf 272 Seiten neben der Kurzvorstellung der ausgewählten Top-50-Kanzleien unter anderem auch Fachbeiträge von Unternehmen, Hochschulprofessoren, Marktexperten und Partnern. Darüber hinaus beschäftigt sich das Handbuch mit Marktentwicklungen und Trends sowie der Zusammenarbeit zwischen Prüfer und Mandant.

Bereits seit sechs Jahren in Folge wird KBHT darüber hinaus von FOCUS-MONEY als „TOP-Steuerberater“ in der Gruppe der Großen Kanzleien geführt. Diese Bewertung basiert auf einem jährlich neu durchgeführten umfangreichen Qualitätstestverfahren.

Sprechen Sie uns an:

Michael Kalus, WP/StB
Tel. + 49 (0) 2131 / 92 43 - 0
Michael.Kalus@kbht.de


* In NRW geht schwerpunktmäßig die Steuerfahndung Wuppertal den Hinweisen aus „Steuer-CDs“ nach.

Selbstanzeige: Jetzt reinen Tisch machen!

Haben Sie Einkünfte aus eigenen oder geerbten Geldern in der Schweiz, Belgien oder Luxemburg nicht versteuert? Dann sollten Sie spätestens JETZT mit einer Selbstanzeige reinen Tisch machen! Aber Achtung: Unvollständige Selbstanzeigen schützen vor Strafe nicht.

Mit dem jüngsten Hoeneß-Urteil des Münchner Landgerichtes vom 13. März 2014 setzen die deutschen Gerichte ihren Kurs konsequent fort, unvollständige Selbstanzeigen  in Bezug auf eine strafbefreiende Wirkung für unwirksam zu erklären. Eine wirksame Selbstanzeige muss so gestaltet sein, dass die Finanzverwaltung anhand der vorgelegten Unterlagen ohne wesentliche Nachuntersuchungen einen Steuerbescheid erlassen kann. Dies war im Fall Hoeneß offenkundig nicht der Fall.

Zur Berechnung und Formulierung einer Selbstanzeige ist eine komplexe Steuer- und Rechtsberatung erforderlich.  Die Berater sollten eine  langjährige Erfahrung aus vielen Fällen nachweisen können, denn das Gefahrenpotenzial für mögliche Fehler bei der  Erstellung einer Selbstanzeige ist  beträchtlich. Wie man im Fall Hoeneß  erleben konnte, führen Fehler unweigerlich zur Unwirksamkeit der Selbstanzeige und damit zu einer beachtlichen Strafe, selbst wenn der Selbstanzeigende den besten Willen hatte, sich steuerehrlich zu machen. Hinzu kommt die negative öffentliche Wirkung, die ein Steuerstrafprozess entfalten kann.

Unser Angebot: ein kostenloses Erstgespräch

Die Beratungspraxis bei KBHT zeigt, dass manche Mandanten sich scheuen, den eigenen Steuerberater anzusprechen, weil sie diesem den Sachverhalt bislang verschwiegen hatten oder weil sie ihm die Kompetenz für die Erstellung einer  Selbstanzeige nicht zutrauen. Daher sind wir bei Selbstanzeigen in nennenswertem Umfang für Mandanten tätig, die wir zuvor nicht betreut hatten.

Bei KBHT arbeiten wir zudem mit Kollegen in der Schweiz zusammen, damit sensible, von der Auslandsbank verschickte  Unterlagen nicht auf dem Postweg vom deutschen Zoll abgefangen und  untersucht werden. Dies geschieht häufiger, als man sich gemeinhin vorstellt.   

Wir bieten neuen Mandanten zum Thema Selbstanzeige ein kostenloses, unverbindliches Erstgespräch an. Bitte wenden Sie sich zu diesem Thema persönlich an KBHT-Partner Michael Kalus. 

Michael Kalus, StB/WP
Tel: 02131 / 92 43 – 10
E-Mail: Michael.Kalus@kbht.de
KBHT Kalus + Hilger
Europadamm 4
41460 Neuss
www.kbht.de

 

Tage für europäische „Steueroasen“ sind gezählt

Wir sehen klare Anzeichen dafür, dass für geheime Konten in europäischen „Steueroasen“ wie der Schweiz die Tage gezählt sind. Der internationale Druck auf diese Länder hat unter anderem dazu geführt, dass erste Schweizer Banken ihren deutschen Kunden mit der Kontoschließung drohen, wenn eine ordnungsgemäße Versteuerung des Vermögens nicht nachgewiesen werden kann.

Jüngst bekannt gewordene Fälle haben das Schlaglicht auch auf einen durchaus nicht seltenen Fall der Steuerhinterziehung geworfen: auf das Erben eines „schwarzen Kontos“. Sollte ein Erbe ein solches Auslandskonto des Erblassers dem  deutschen Finanzamt gegenüber verschweigen und die Zinseinnahmen nicht deklarieren, droht auch dem bisher steuerehrlichen Erben Bestrafung. 

Handlungsdruck auf die Politik

Der aktuelle  Hoeneß-Fall  wird den Handlungsdruck auf die Politik weiter erhöhen. Wir bei KBHT gehen davon aus, dass das Thema strafbefreiende Wirkung der Selbstanzeige oben auf der Agenda des Gesetzgebers bleiben wird.  Es steht zu vermuten, dass hier zumindest die Hürden für eine strafbefreiende Wirkung erhöht werden. Wenn man dann noch mit in Betracht zieht, dass sich der Verkauf von sogenannten Steuer-CDs mittlerweile zu einem lukrativen Geschäftsmodell entwickelt hat, können  wir jedem Betroffenen nur raten, so schnell wie möglich reinen Tisch zu machen.

Ein neben der Strafbefreiung weiterer positiver Nebeneffekt der Selbstanzeige:  Das bisher verschwiegene Vermögen kann anschließend offiziell in Deutschland angelegt werden, z.B. für einen Immobilienerwerb, der vorher mit diesem Geld nicht möglich gewesen wäre.

Über KBHT  

KBHT zählt mit rund 53 Wirtschaftsprüfern, Steuerberatern und Rechtsanwälten und insgesamt ca. 140 Mitarbeitern zu den Top 50 Prüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften in Deutschland. Die partnergeführten Gesellschaften betreuen von sechs Standorten in Nordrhein-Westfalen aus überwiegend mittelständische Mandanten unterschiedlichster Branchen im gesamten Bundesgebiet – vom Freiberufler bis zur börsennotierten AG.  Bei internationalen Mandaten arbeitet KBHT im Ausland jeweils mit Beratungsgesellschaften des weltweiten Allinial-Verbundes zusammen, dem auch KBHT angehört. Bereits zum fünften Mal in Folge ist KBHT von FOCUS-MONEY als „TOP-Steuerberater“ in der Gruppe Große Kanzleien ausgezeichnet worden. – KBHT wurde 1991 gegründet. Stammsitz ist Neuss. 

 

KBHT in der Presse zum Thema „Selbstanzeige“


Weitere Themen

 

Wissen Sie, was passiert, wenn Ihnen etwas passiert?

Stellen Sie sich vor, ein Unfall oder eine plötzliche Erkrankung reißt Sie für mehrere Wochen, vielleicht auf Monate aus Ihrem Alltag. Hand aufs Herz: Haben Sie Ihr Unternehmen und Ihre Familie auf eine solche Situation vorbereitet?

Wir bei KBHT haben hierfür einen Notfallordner für Unternehmer entwickelt, mit dem Sie eine persönliche Notfallplanung systematisch aufbauen können. Wenn Sie bereits den ersten Schritt zur Erstellung Ihres persönlichen Notfallordners gehen wollen, wenden Sie sich bitte gerne jederzeit an uns:  

 

Michael Kalus, WP/StB
Tel. + 49 (0) 2131 / 92 43 - 0
Michael.Kalus@kbht.de

Einen Informationsfolder zum KBHT-Notfallordner können Sie hier downloaden.


FOCUS-MONEY zeichnet KBHT erneut als „TOP-Steuerberater“ aus.

KBHT Kalus + Hilger ist von FOCUS-MONEY zum fünften Mal in Folge als „TOP-Steuerberater“ in der Gruppe Große Kanzleien ausgezeichnet worden.

Unsere Investitionen in die beraterische Qualität sollen sich allerdings vor allem für unsere Mandanten auszahlen. Denn mehr Qualität in der Beratung heißt in den meisten Fällen auch weniger Steuer. Die Direktorin des Instituts für Steuerrecht in Köln, Prof. Johanna Hey, hat es auf den Punkt gebracht: „Je nach vertraglicher Ausgestaltung fallen für denselben Sachverhalt unterschiedlich hohe Steuern an. Nur wer gut beraten ist, kann alle Gestaltungsmöglichkeiten nutzen.“

 

Sprechen Sie uns an:

Michael Kalus, WP/StB
Tel. + 49 (0) 2131 / 92 43 - 0
E-Mail: Michael.Kalus@kbht.de


Machen Sie doch mal Ihre eigene Steuerreform!

Steuerentlastung für den Mittelstand? Die Hoffnung stirbt zuletzt...

Ergreifen Sie doch mal selber die Initiative und machen Sie Ihre eigene Steuerreform! Überprüfen Sie zum Beispiel, ob Sie die aktuellen Gestaltungsmöglichkeiten des Steuerrechts für Ihr Unternehmen wirklich richtig nutzen. Wir bei KBHT unterstützen Sie dabei gerne – mit unserer Erfahrung, Expertise und Kreativität.

 

Sprechen Sie uns an:

Herbert Hilger, WP/StB
Tel. + 49 (0) 2131 / 92 43 - 0
E-Mail: Herbert.Hilger@kbht.de


Das deutsche Steuerrecht passt auf einen Bierdeckel...

Für Mittelständler und Existenzgründer ist und bleibt das deutsche Steuerrecht komplex. Es passt leider nur in Summe auf einen Bierdeckel.

Deshalb stehen wir Ihnen bei KBHT mit branchenvertrautenBeratern gerne zur Seite, wenn der Staat Ihren „Steuerdeckel“ abrechnen will.

 

Sprechen Sie uns an:

Herbert Hilger, WP/StB
KBHT Kalus + Hilger PartG mbB
Europadamm 4
41460 Neuss
Tel. + 49 (0) 2131 / 92 43 - 0
E-Mail: Herbert.Hilger@kbht.de


Ihr Unternehmen ist gewachsen. Ist alles andere mitgewachsen?

Vom Existenzgründer zum Mittelständlersind es manchmal nur wenige Erfolgsschritte.

Wir als mittelständische Beratungsgesellschaft können Sie auf Ihrem Wachstumsweg stets im erforderlichen Tempo begleiten – mit Kompetenz, Kreativität und dem persönlichen Engagement unserer Partner.

Wenn Sie einmal einen Schritt mit KBHT gehen möchten:

Michael Kalus, WP/StB
Tel. + 49 (0) 2131 / 92 43 - 0
E-Mail: Michael.Kalus@kbht.de

 

Packen Sie Ihre ganze Buchhaltung doch mal auf eine USB-Card.

Verabschieden Sie sich von Papierstapeln und Aktenbergen.Ob alteingesessener Mittelständler oder Existenzgründer:

 

Wir bei KBHT zeigen Ihnen gerne, wie Sie mit einer durchgängig elektronisch geführten Buchhaltung finanzamtsfest Zeit, Platz und Geld sparen.

 

Neugierig? Sprechen Sie uns an:

Thomas Schnettler, StB
Tel. + 49 (0) 2131 / 92 43 - 0
E-Mail: Thomas.Schnettler@kbht.de

 

Aktuell

KBHT begleitet Verkauf von Umform-technik Radebeul an die UKM Gruppe 

mehr...

KBHT-Partner in den Finanz- und Steuerausschuss des DIHK berufen

mehr...

KBHT kompetenter Ansprechpartner grenzüberschreitend tätiger Unternehmen

mehr...

Beraterhaftung in Sanierungs-und Insolvenzfällen

(ExistenzMagazin 01/2017) mehr… 

Einladung zum Erstgespräch

Wünschen auch Sie sich
Mehr Beratung – weniger Steuer
und möchten deshalb KBHT einmal persönlich kennenlernen?

Wir  laden Sie herzlich ein, hierzu mit uns ein unverbindliches Erstgespräch zu führen.

Ja, ich bin interessiert!

Magazin

In dieser Ausgabe:

Brexit-Checkliste: Auf was sollten sich deutsche Unternehmen vorbereiten?

Alle digitalisieren. Digitalisieren Sie mit!

Das KBHT-Mandantenportrait: Clean Line GmbH, Ratingen - ein Autowasch-Experte auf der „Trüffelsuche“

Reform der Insolvenzanfechtung: Erleichterung für Unternehmer?

Achtung, Umsatzsteuer-Sonderprüfung: Fiskus holt sich Mehrergebnis in Milliardenhöhe

Download | Archiv

Broschüren

Hier finden Sie eine Übersicht unserer Informationsbroschüren zum Downloaden.

Allinial Global ist ein Empfehlungsverbund und kann und wird selbst keine Dienstleistungen aus den Bereichen Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung anbieten. Jedes Mitglied von Allinial Global ist ein unabhängiges Unternehmen und eine selbständige rechtliche Einheit. Allinial Global ist keine Partnerschaft und kein Netzwerk. Die Gesellschaften der KBHT-Gruppe sind jeweils unabhängig von Allinial Global und deren Mitgliedern und handeln nicht als Vertreter von Allinial Global oder von Mitgliedern von Allinial Global.