Steuerinfos - 26.03.2019

Bund und Länder verzichten auf Quellensteuer für Onlinewerbung bei internationalen Anbietern

Auf einer gemeinsamen Bund-Länder-Sitzung am 14. März 2019 wurde bestimmt, dass Zahlungen für Onlinewerbung bei global tätigen Anbietern wie Google, Facebook & Co. nicht mit deutscher Quellensteuer belastet werden. Vorher war bekannt geworden, dass viele Finanzämter in Bayern diese Quellensteuer bei Betriebsprüfungen nachgefordert hatten. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag DIHK hatte gemeinsam mit anderen Spitzenverbänden auf die Unzulässigkeit des Quellensteuereinbehalts im genannten Fall hingewiesen und auf Klarstellung gedrängt.

KBHT-Partner Michael Kalus, Mitglied im DIHK-Finanz- und Steuerausschuss, begrüßt die Entscheidung von Bund und Ländern: „Wer als deutsches Unternehmen online bei einem international tätigen Anbieter Werbung schaltet, darf ohne Rechtsgrundlage nicht besteuert werden. Diese Auffassung haben wir als Interessenvertretung der deutschen Wirtschaft deutlich gemacht und damit ein wichtiges Gegenwarts- und Zukunftsthema vorangetrieben. Das Thema war in den letzten Tagen und Wochen Anlass für viele Diskussionen. Dass hier jetzt Klarheit geschaffen wurde und Unternehmern die Unsicherheiten genommen werden ist ein wichtiges Zeichen.“

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